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Do 29. Apr 2010 - 20:30 Uhr - GEMS
CYRO BAPTISTA *Banquet of the Spirits*
CYRO BAPTISTA (Percussion), BRIAN MARSELLA (Piano), EZRA BLUMENKRANZ (Oud/Bass), JIM KEIPER (Drums/Percussion)
Seit er vor 30 Jahren aus seiner brasilianischen Heimat in die USA ging, gehört CYRO BAPTISTA dort zu den gefragtesten Percussionisten, mit einer Arbeitsliste, die Jobs für Laurie Anderson, Herbie Hancock über Arto Lindsay und Paul Simon, Cassandra Wilson bis John Zorn aufweist.
Auf dem Label des New Yorker Saxophon Querbläsers Zorn erschien im 2009 das bereits dritte Album von Baptista. Begeisterte er bei Beat The Donkey und Love The Donkey noch mit einem temperamentvollen bunt-brasilianischen Percussionsfeuerwerk, wofür es Auszeichnungen von Downbeat und der New York Times gab, so entzieht sich die Musik seiner neuen Gruppe BANQUET OF THE SPIRITS nun jeglicher Kategorisierung, hat nicht mehr diese ausgelassene wilde Stimmung.
Zwar klingen immer noch viele Formen von World Music, hier vor allem von Don Cherry und Codona, auch mal Bebop oder etwas Avantrock la Naked City durch, doch in seiner Zusammenstellung zeigt sich das immer sehr eigen, jenseits des Gewohnten. Zwei Schwerpunkte sind allerdings überdeutlich: die Einbeziehung arabischer Musik aus Nordafrika und der Klänge vom Balkan.
Von Baptistas neuem Quartet mit BRIAN MARSELLA am Piano, EZRA BLUMENKRANZ an der Oud und am Bass und JIM KEIPER an Schlagzeug und Percussion werden diese kongenial verbunden mit seiner speziellen brasilianischen Percussion. Erinnert der Opener seiner CD *Tutuboli* mit dem Forro-Rock Sound noch an seine früheren Tzadik Alben, so tauchen Baptista und Co. ab dem zweiten Stück ihre Füsse auch in die Brandung des Mittelmeers zwischen Griechenland und Algerien.
Dabei kreieren sie eine wundervolle hypnotische Mixtur, die in der Gänsehaut erzeugenden Kombination arabischer Oudtöne und schräg-ironischer Soul-Jazz-Orgel lediglich ein Höhepunkt von vielen ist.
"Ein unbedingter Anwärter für die Bestenliste 2009 - 5 Sterne!!" (Jazzthetik)